Andere Wege zu interessanten Informationen

alternative Wege zur Informationsfindung im Netz

 

Die im vorhergehenden Kapitel besprochenen Suchmaschinen sind sicherlich der wichtigste, aber nicht der einzige Weg, um im Internet an Informationen zu kommen. Hier mchte ich Ihnen noch einige andere Methoden vorstellen.

 

Populäre Seiten

Die Angebote bekannter Institutionen und Verbände sind häufig sehr umfangreich und enthalten viele Informationen. Oft bieten sie eine Suchfunktion, da man mit durchblättern gar nicht mehr alle Inhalte erfassen kann. Das kann für bestimmte Themengebiete ein guter Startpunkt sein. Wenn Sie z.B. Texte zu Ökostrom suchen, ist es sicherlich ganz interessant, was der BUND dazu zu sagen hat. Interessieren Sie sich für ein gesundheitspolitisches Thema, kann ein Ausflug zum Bundesgesundheitsministerium zweckmäßig sein. Zu ökologischen Themen finden Sie häufig Informationen auf der Seite www.naturkost.de des Bio Verlages. Eine ausführliche Liste solcher populären Seiten in diesem Artikel aufzuführen ist nicht sinnvoll, zu grß ist deren Zahl. Überlegen Sie sich einfach vor der Suche, welche Institution, Vereingung oder welcher Verband etwas wertvolles zu Ihrem Thema zu sagen haben öknnte. Wenn Sie die Webadresse nicht kennen, suchen Sie in einer Suchmaschine nach ihr.

 

Auf gut Glück

Man kann auch einfach versuchen, bekannte Begriffe als Domainnamen in die Adresszeile des Browsers einzugeben. Allerdings braucht man dazu Geduld. Häufig sind die entsprechenden Domainen in der Hoffnung auf Profit reserviert und geparkt oder aber sie gehören Einzelpersonen bzw. Gruppen, die sich eher durch Mitteilungsbedürfnis, als durch fundiertes Wissen auszeichnen. Aber durch verschiedene Variationen des Grundbegriffes kommt man doch recht höufig zu vernünftigen Adressen.

(Beispiel: die Eingabe von www.vegetarismus.de, www.vegetarier.de, www.vegetarisch.de, führt (August 2001) zu keinen brauchbaren Ergebnissen. Aber unter der sterreichischen Adresse www.vegetarier.at findet sich die ausführliche und sehr informative Homepage der sterreichischen Vegetarischen Union.)

 

Linksammlungen

Wenn Sie einige interessante Seiten gefunden haben, dann schauen Sie nach, ob Sie auf diesen nicht weiterführende Links finden. Manchmal müssen Sie dafür auf eine höhere Ebene der Homepage navigieren. Bei durchdachten Angeboten finden Sie dafür gewhönlich eine Navigationsfläche oder zumindestens einen Link (Home, Homepage oder ähnlich). Es kann jedoch auch sein, dass Sie durch z.B. eine Suchmaschine auf einer Seite landen, von der Sie nicht mehr wegzukommen scheinen, obwohl sie sicherlich eine Unterseite ist (sie wird dann bei bestimmungsgemäßen Gebrauch der Homepage in einem Teilfenster aufgerufen). Dann kann man versuchen, die Internetadresse, die oben im Browser zu sehen ist, von hinten bis zum nächsten / zu kürzen und dann Return zu drücken. Führt das zu keinem Erfolg, kehrt man auf die ursprüngliche Seite zurück und kann evtl. noch ein / weiter kürzen.

(Beispiel : Im Abschnitt Auf gut Glück fanden wir die Homepage der sterreichischen Vegetarischen Union. Hier sehen wir an der linken Seite eine Navigationsfläche, die auch den Punkt links aufführt. Wenn wir diesen wählen, sehen wir unter anderen auch die Adresse des Vegetarier Bund Deutschland e.V.. Leider kommt es jetzt jedoch zu einer Komplikation: Der Link ist derzeit (August 2001) nicht richtig! Für einen erfahrenen Internauten ist dies jedoch kein Problem. Er kopiert sich den Namen Vegetarier Bund Deutschland e.V. und setzt ihn als Suchbegriff z.B. in Google ein. An der ersten Stelle der Suchergebnisse findet sich die aktuelle Adresse: www.vegetarierbund.de/. Nebenbei erbrachte die Suche noch eine Menge anderer Homepages, von denen auf den Vegetarier Bund verwiesen wurde. Darunter können sich auch einige interessante Adressen befinden.)

 

Zeitschriftenarchive

Viele Zeitschriften bieten im Netz die Mglichkeit nach alten Artikeln zu suchen. Manchmal ist man dabei auf den Umfang der (eingeschränkten) Online-Ausgabe eingeschränkt, aber auch so finden sich hier höufig viele verwertbare Informationen. Die Archive eigenen sich besonders, wenn man die öffentliche Diskussion zu einem bestimmten Thema nachvollziehen mchte. Es kann sehr interessant sein, die Artikel von Zeitschriften unterschiedlicher Ausrichtung miteinander zu vergleichen und dadurch einen Überblick der verschiedenen Standpunkte zu erhalten. Manchmal muss man auf den jeweiligen Sprachgebrauch der Zeitschrift acht geben. So finden sich im Zeit-Archiv keine Artikel zu Ökostrom, wohl aber zu ökologische Stromerzeugung.

Gute Recherchemöglichkeiten bietet Paperball. Dieser Fireball-Ableger führt eine Stichwortsuche über die Online-Ausgaben vieler deutschsprachiger Zeitschriften durch. Links zu Informationsangeboten wie Zeitschriften aus der ganzen Welt liefert u.a. http://pppp.net/links/news/.

Beispiele für Zeitungen mit Online-Archiv:

die Tageszeitung

Die Welt

Die Zeit

Süddeutsche Zeitung

Weitere Zeitungen im Netz (Zusammenstellung von Heise.de)

Beispiele für Zeitschriften mit Online-Archiv:

Schrot & Korn: Diese Zeitschrift werden viele aus ihrem Bioladen kennen. Der Herausgeber, der Bio Verlag, unterhält auf seiner Webseite www.naturkost.de ein vollständiges Archiv ab 6/96.

Spiegel Online (spezielle Online-Ausgabe)

Medical Tribune Deutschland (mit Suche nach medizinischen Themen im Internet)

Nature Online (im Vergleich zur Printausgabe eingeschränktes Angebot)

Natur & Kosmos (ebenfalls deutlich eingeschränkt)

Deutsches rzteblatt (Fachzeitschrift der Ärzteschaft, hier finden sich manche auch für Laien interessante Artikel)

(Fast alle großen Zeitungen und Zeitschriften erscheinen auch in einer speziellen Online-Ausgabe. Häufig kommt man schon durch das Eingeben des Titels in die Adressleiste zum Ziel (z.B. www.stern.de). Ansonsten kann man die Adresse in den Suchmaschinen finden.)

 

Diskussionen in den Newsgruppen

Zu Fuß, also durch das Betrachten der einzelnen Newsgroups im Browser, ist das ein extrem aufwendiges Vorhaben. Zum Gülck gibt es spezielle Suchmaschinen wie Google Groups, mit denen man auf einen Schlag das gesammte Usenet nach bestimmten Begriffen durchforsten kann. Hierbei erhlt man auch ältere Beiträge und kann sich einen schnellen Überblick über den Stand der Diskussion im Netz verschaffen. Ausserdem sind hier auch etliche lokale Gruppen zu finden, die längst nicht jeder deutsche Newsserver aufweist. Allerdings muss man die gefundenen Texte extrem kritisch betrachten; in den Newsgroups melden sich viele Menschen auch, hm, sagen wir einmal, wenig reflektiert zu Wort.

(Beispiel: Nehmen wir an, Sie überlegen sich, in Zukunft auf Ökostrom umzustellen und wollen wissen, was andere schon zu diesem Thema nachgedacht haben. Bei der Eingabe von Ökostrom in Google Groups finden sich (August 2001) 293 Einträge. Einige davon sehen brauchbar aus, so wird bei dem Beitrag Ökostrom Info von Kai Bojens folgendes Zitat angegeben: Ich habe mir mal die Mühe gemacht, das Internet nach diversen Anbietern zu durchsuchen, und alles ... . In der Hoffnung, Interessantes zu finden, klicken Sie auf den Titel und sehen einen ausführlichen Beitrag, in dem der Autor mehrere Angebote kritisch hinterfragt und etliche Webadressen von Anbietern und Tarifrechnern aufführt. Wenn Sie nun auf View: Complete Thread (3 articles) klicken, knnen Sie sich auch die Antworten auf diesen Beitrag ansehen, die in diesem Fall aber keine weiteren wesentlichen Informationen liefern (kann auch anders sein). Der Beitrag von Kai ist vom April 2001, dürfte also im Wesentlichen noch aktuell sein.)

Einen Nachteil der Usenet-Nutzung mchte ich nicht verschweigen: die ägngigen Newsgroups werden von verschiedenen Anbietern ständig nach Emailadressen durchgescannt. Sobald Sie sich mit Ihrer echten Adresse selbst zu Wort melden, können Sie zum Opfer von sogenannten Spam-Mails, also unerwünschten, meist recht deftigen Werbemails, werden. Abhilfe schafft z.B. die Einrichtung einer Extra-Adresse bei einem kostenlosen Dienst wie web.de und die Nutzung von google.groups.com zum Posten. Allerdings genießen Sie mit einer solchen, eher anonymen Email-Adressen, in manchen Newsgroups einen kleineren Vertrauensvorschuß.

 

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