Suchmaschinen richtig benutzen

Suchmaschinen gehören zu den wichtigsten Hilfsmitteln für eine Internetrecherche. Im folgenden habe ich verschiedene Arten solcher Suchdienste aufgefühufgeführt und jeweils die passende Suchstrategie angegeben.

 

Redaktionell betreute Suchmaschinen (Webverzeichnisse)

Anmerkung des Verfassers: die Angaben zu den redaktionell betreuten Suchmaschinen sind veraltet. Inzwischen haben sich die Suchmaschinen angeglichen. So hat Google inzwischen auch eine Suchfunktion "Verzeichnisse", die in etwa mit dem beschrieben Verfahren übereinstimmt und Yahoo gibt seine Ergebnisse standardmäßig in der "klassischen" Form aus.

Beispiele: Yahoo, Dino-Online
(eine gute Aufstellung verschiedener Webverzeichnisse finden Sie z.B.
hier)

Hier wird jeder Link von Menschen katalogisiert. Eine genaue Überprüfung oder Einschätzung kann aber auf Grund der Vielzahl der Eintragungen nicht geschehen. Die Adressen werden in verschiedene Kategorien eingeteilt, in denen man “blättern” und suchen kann. Die Anzahl an Links ist verfahrensbedingt wesentlich geringer als bei den klassischen Suchmaschinen. Allerdings ist der Prozentsatz an verwertbaren Ergebnissen höher.

Meist ist es ein guter Beginn, wenn man zunächst übergreifend über alle Kategorien nach einem Begriff sucht.  So findet z.B. Dino-Online unter dem Suchbegriff “Ökostrom” 46 Einträge. Findet man darunter den einen oder anderen, der sich interesant anhört, dann empfiehlt es sich, nicht nur diese Seite zu lesen, sondern auch die entsprechende Kategorie “aufzublättern”. So steht z.B. der Eintrag “Hamburg: Ökostrom Handels AG unter der Rubrik “Wirtschaft & Finanzen - Branchen - Energie - Energieagenturen - Alternative Energiequellen”.  Hier finden sich noch einige andere Ökostromanbieter aus verschiedenen Regionen.

Auf diese Weise kann man sich an Hand der übergreifenden Suchergebnisse duch die verschiedenen Kategorien “hangeln” und verschiedenste Seiten finden.

(Tipp: keine Suchmaschine, aber äußerst wertvoll ist die “Virtuelle Allgemeinbibliothek”. Hier finden sich tausende und abertausende “handverlesene” Links zu wertvollen Beiträgen im Netz, die einzeln von der Erstellerin katalogisiert und kommentiert sind. Wer Informationen zu gesellschaftlichen, sozialen, medizinischen oder wissenschaftlichen Themen sucht, sollte hier auf jeden Fall vorbeisehen.)

 

Klassische Suchmaschinen

Beispiele: AltaVista, Google, Speedfind

(Anmerkung: inzwischen gehen manche klassischen Suchmaschinen wie AltaVista und Google dazu über, ebenfalls “handverlesene” Adressen in Kategorien unterteilt anzubieten. Sie nehmen also einen redaktionell bearbeiteten Teil in ihr Angebot auf)

Klassische Suchmaschinen durchstöbern mit Hilfe eigener Programme, sogenannter “Bots”, selbstständig das Netz. Sie erfassen den Inhalt von Netzseiten und ordnen nach ausgetüfftelten Algorhytmen bestimmte Seiten Suchbegriffen zu. Die Mindestanforderung, damit eine Netzadresse im Ergebnis auftaucht, ist, dass der Suchbegriff einmal auf ihr vorkommt. Die Resultate werden dann nach “Qualität” sortiert. Dabei erfasst die Suchmaschine nach einem Punkteschema. wie wichtig der Suchbegriff aus der betreffenden Seite ist. Dafür zählt sie z.B. wie oft er vorkommt, ob er in Überschriften oder dem Seitentitel enthalten ist oder ob die Webseite in sogenannten Meta Tags (unsichtbare Seitenanteile) auf ihn hinweist. Ein anderes Kriterium kann sein, wie viele andere Seiten auf dieses Angebot verweisen. Und last not least können sich Firmen oft die obersten Plätze in der Wertung kaufen.

Klassische Suchmaschinen können viele Millionen Seiten indiziert haben. Entsprechend füllig sind oft die Ergebnisse. Allerdings muss man sich darauf einstellen, dass von den ausgegebenen Links nur wenige wirklich verwertbar sind. Bei der Recherche kommt es daher auf die richtige Wahl der Suchbegriffe an. So findet Google z.B. unter dem Begriff “Ökostrom” 19.200 Websites. Man sollte daher die Suche genauer spezifizieren.

(Beispiel: Nehmen wir einmal an, sie wollen die Situation auf den Ökostrommarkt kritisch untersuchen und haben den Verdacht, dass der “Öko”-Begriff mancher großer Anbieter sich nicht unbedingt mit dem Ihren trifft. Am besten kombinieren Sie mehrere Suchbegriffe, so lässt sich das Ergebnissfeld gut eingrenzen. Unter der Kombination “ökostrom atomstrom verflechtungen” (bei manchen Suchmaschinen wie als z.B. AltaVista müssen Sie ein “+” oder “AND” vor jedes Wort setzen, damit alle Begriffe im Suchergebniss vorkommen), findet man in Google noch 8 Links, von denen einige interessante Ansichten vertreten. Dieses Vorgehen kann man mit verschiedenen Kombinationen wiederholen ( z.B. “ökostrom täuschung”) und kommt so zu einigen kritischen Webadressen, die natürlich auf Grund der Wahl der Suchbegriffe schon eine deutliche Tendenz aufweisen.)

Im Moment (August 2001) gefällt mir persönlich  die Suchmaschine Google am besten. Sie hat einen großen Fundus an Adressen katalogisiert und findet auch Acrobat Reader Dateien (*.pdf). Alle angeführten Links sind im archiviert, so dass man im Fall einer veralteten Webadresse dennoch den ursprünglichen Text ansehen kann. Wie andere gute Suchdienste auch gibt Google bei den Ergebnissen ein Textzitat mit dem Suchbegriff mit an, so dass man eher entscheiden kann, ob der Link wertvoll ist. Interessant ist auch der Suchdienst Caloweb, dessen Ergebnisreihenfolge anscheinend wirklich von der “Bedeutung” der Seite im Netz abhängt. Wenn Sie einen Anbieter aus dem ökologischen Bereich suchen, kann sich ein Blick zu OekoTopp lohnen. Speedfind.de bietet einige besondere Suchmöglichkeiten, so kann man sich z.B. anzeigen lassen, von wo aus Links auf eine bestimmte Webseite zielen.

(Tipp: Wenn Sie schon eine interessante Webseite gefunden haben, so geben Sie diese als Suchbegriff ein. So erhalten Sie die Adressen von weiteren Seiten, die auf die ursprüngliche verweisen. Diese zeichnen sich häufig durch eine ähnliche Ausrichtung und Thematik aus und sie finden dort vielleicht andere weiterführende Links.)

 

Meta-Suchmaschinen

Beispiel: MetaGer

Obwohl manche Suchmaschinen viele Millionen Webadressen indiziert haben, so überblickt doch jede nur einen Teil des riesigen Netzes. Daher kann es gerade bei Themen, die keine große Resonanz in der Öffentlichkeit finden, vorteilhaft sein, mehrere Suchmaschinen abzufragen. Diese Mühe nehmen einem Metasuchdienste ab. Diese fragen automatisch eine Vielzahl von Suchmaschinen ab und führen die Ergebnisse zusammengefasst auf. Leider entzieht sich gerade Google, eine der im Moment wohl besten Suchdienste, einer “Fernbedienung” und muss daher einzeln aufgesucht werden.

 

Links zum Thema Suchmaschinen

Die besten Suchmaschinen: Seite der Unibibliothek Karlruhe zu Suchmaschinen und Metasuchdiensten

Suchmachinensammlungen: Links der Unibibliothek Augsburg

Einführung in den Umgang mit Suchmaschinen. Ebenfalls von der Uni Augsburg.

Hier biete die Uni Konstanzin ein Tutorial zur richtigen Suchen im Internet an. In einem 2. Artikel wird genauer auf Methoden und Verfahren von Suchdiensten im Internet eingegangen.

Rubrik Internet Suchwerkzeuge der virtuellen Allgemeinbibliothek. Viele Links zu unterschiedlichen Suchdiensten, die jeweils kurz vorgestellt werden.

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